David Stille, Umweltplaner und Unternehmer

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Was hast Du studiert?
Ich habe Biologie an der LMU München im Bachelor und Master studiert, mit Schwerpunkt auf Ökologie, Biodiversität und Genetik. Ergänzend einen Master in Management an der TU München.
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Was hat Dich an Biologie gereizt?
Für mich ist Biologie einer der abwechslungreichsten Studiengänge überhaupt, mit Anknüpfungspunkte an fast alle wissenschaftlichen Disziplinen.
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Was war an Deinem Studium am interessantesten?
Exkursionen und Praktika, wobei unser Studiengang sehr viel Freiraum geboten hat, die vermittelten Grundlagen auch praktisch anzuwenden. So konnte ich neben alpinen und meeresbiologischen Exkursionen auch Forschungsaufenthalte am National History Museum in London, einer Vogelberingungsstation bei Neapel und der FU in Berlin einbringen.
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Was war für Dich die größte Herausforderung?
Nach dem Studium aus der umfassenden Ausbildung in vielen sehr unterschiedlichen Themenbereichen eine konkretes Berufsbild zu kondensieren.
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Wie sah Dein Berufseinstieg aus?
Als Student hatte ich diverse Nebenjobs, u.a. im Labor, als Tutor, im Museum. Im Master habe ich bereits freiberuflich in Naturschutzprojekten gearbeitet. Daraus ist mein eigenes Büro entstanden: „Stille NATUR – Büro für Umweltplanung und Naturschutz“, das heute mit einem Team aus festangestellten Biologen Projekte in ganz Deutschland betreut.
Während des Masters in Management habe ich mit Partnern die Walding Foods GmbH gegründet, ein Unternehmen, das vegane Lebensmittel auf Basis von Pilzen entwickelt und produziert. -
Welche Aufgaben hast Du als Umweltplaner und Unternehmer?
Neben Naturschutzthemen und Forschungsprojekten führen wir Schulungen und Seminaren durch und tragen zu Podcasts, Dokumentationen und Ausstellungen bei. Zu meinen Aufgaben gehören dabei Projektkoordination, Behördenabstimmung, Geländeaufnahmen, Studiendesign, Datenanalyse und Berichterstellung, aber auch Buchhaltung, Finanzplanung und Personalmanagement.
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Was begeistert Dich an Deiner Arbeit?
Die Kombination aus wissenschaftlicher Arbeit, praktischer Relevanz und kreativer Umsetzung ist für mich ideal. Mich motiviert, wenn ich sehe, dass unsere Arbeit tatsächlich etwas verändert, sei es beim Artenschutz, einer gelungenen Planung oder in der öffentlichen Wahrnehmung von Naturschutzthemen.
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Wie sehen die Karrieremöglichkeiten in Deinem Bereich aus?
Die Umwelt- und Naturschutzbranche wächst stetig, vor allem durch Themen wie Energiewende, Klimawandel und Biodiversitätsverlust. Fachleute mit ökologischem Hintergrund werden in Planungsbüros, Behörden, Instituten, NGOs und zunehmend auch in Unternehmen gesucht.
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Welche Tipps würdest Du jemandem geben, der/die Mathematik studieren möchte?
Biologie kann ein echtes Studium Generale sein, an einen Bachelor in Biologie kann man fast anschließen. Wer bereit ist, sich fachlich breit aufzustellen und kreativ zu denken, findet hier unendlich viele Möglichkeiten. Und: Frühe Praxiserfahrung ist wichtig, Exkursionen, ehrenamtliches Engagement und Praktika helfen enorm beim Berufseinstieg.





