Marie Lins, Naturschutzmonitoring
Marie Lins arbeitet im behördlichen Naturschutzmonitoring. Besonders wichtig und erfüllend ist für sie dabei der enge Bezug zur Umwelt.

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Was hast Du studiert?
Ich habe im Bachelor zunächst reine Mathematik studiert. Im Master habe ich dann den Studiengang „Umweltsysteme und Ressourcenmanagement“ mit Vertiefung Geoinformatik gewählt.
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Was hat Dich an Mathematik gereizt?
An der Mathematik hat mich begeistert, dass sie so schön klar und präzise ist. Außerdem hatte ich Lust auf etwas Herausforderndes, Anspruchsvolles.
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Was war an Deinem Studium am interessantesten?
Mir gefiel es immer besonders, wenn wir uns von der abstrakten Mathematik hin zu praktischen Anwendungsfällen bewegten. Am spannendsten fand ich z. B. die Graphentheorie – die Probleme hier waren so schön anschaulich.
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Was war für Dich die größte Herausforderung am Studium?
Durchzuhalten, auch wenn die gestellten Aufgaben sehr schwer erschienen. Außerdem wird man sich schnell der eigenen Grenzen bewusst: Je tiefer man in ein Thema eintaucht, desto deutlicher wird, wie wenig man eigentlich weiß.
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Wie sah Dein Berufseinstieg aus?
Ich bin in ein Projekt zur Methodenentwicklung im Bereich Fernerkundung im Naturschutz eingestiegen. Dafür habe ich mir erstmal einiges an fachlichem Wissen angeeignet, um die ökologischen Hintergründe zu verstehen. Das technische Know-how, das ich für die Analyse von Geodaten brauchte, brachte ich mit.
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Welche Aufgaben hast Du in Deinem aktuellen Beruf?
Unser Team betreut das behördliche Naturschutzmonitoring, für das schützenswerte Habitate, Tier- und Pflanzenarten vor Ort kartiert werden. Als Fernerkundungsexpertin unterstütze ich diese Arbeit vom Schreibtisch aus, indem ich frei verfügbare Satellitenaufnahmen analysiere. Daraus leite ich wichtige Informationen ab, wie z. B. Hinweise auf Austrocknung kleinerer Gewässer oder auch die Nutzungsintensität von Grünland.
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Was begeistert Dich an Deiner Arbeit?
An meiner Arbeit ist mir der Bezug zur Umwelt besonders wichtig. Das gibt mir sehr viel Sinn in dem, was ich tue. Außerdem habe ich die Freiheit, vieles selbst zu gestalten und neue Anwendungsfelder zu entdecken, in denen das recht neue Feld der Fernerkundung im Naturschutz nützlich sein kann.
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Wie sehen die Karrieremöglichkeiten in Deinem Bereich aus?
Das ist schwer zu sagen, da mein Arbeitsfeld recht neu ist und sich vieles erst in den nächsten Jahren etablieren wird. Momentan besteht noch eine Abhängigkeit von Fördermitteln.
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Welche Tipps würdest Du jemandem geben, der/die Mathematik studieren möchte?
Es gibt total viele Nischen, in denen man später als Mathematiker*in arbeiten kann, auch in Richtung der eigenen Interessen – selbst wenn man erstmal denkt, die haben gar nicht so viel mit Mathematik zu tun. Denn die Fähigkeiten, die im Mathestudium geschult werden, sind an vielen Stellen gefragt.





