Bei der Lumineszenz wird Energie in Form von Licht abgegeben. | © Laurence Schmitz /GDCh

Chemie studieren

Was dich erwartet

Im Chemiestudium tauchst du tief in die Welt der Stoffe und ihrer Umwandlungen ein. Du lernst, wie chemische Reaktionen ablaufen, welche Mechanismen dahinterstecken und wie du dieses Wissen praktisch anwenden kannst. Neben Vorlesungen wirst du häufig selbst im Labor stehen, analysieren und experimentieren, um komplexe Phänomene zu verstehen. Die Chemie verbindet verschiedene Fertigkeiten und ermöglicht es dir, interdisziplinär zu denken und innovative Lösungen zu entwickeln, z. B. neue Materialien, umweltfreundliche Verfahren oder verbesserte Medikamente.

Was auf deinem Stundenplan steht

Im Bachelor-Studiengang stehen zunächst grundlegende Fächer wie Anorganische Chemie, Organische Chemie und Physikalische Chemie auf dem Plan. Du wirst lernen, wie Stoffe miteinander reagieren und welche Gesetze dabei eine Rolle spielen. Praktika ergänzen die Theorie und vermitteln dir experimentelle Fähigkeiten. Zusätzlich werden Kenntnisse in Mathematik und Physik vermittelt, die für das Verständnis chemischer Prozesse wichtig sind. Im späteren Verlauf des Studiums und besonders im Master-Studiengang kannst du dich auf spezielle Bereiche wie z. B. Biochemie, Umweltchemie oder Materialwissenschaften konzentrieren.

Was du mitbringen solltest

Für ein erfolgreiches Chemiestudium sind Interesse an naturwissenschaftlichen Fragestellungen, analytisches Denken und eine gute Auffassungsgabe wichtig. Du solltest Freude am Experimentieren haben und bereit sein, komplexe Zusammenhänge zu durchdringen. Sorgfalt und Genauigkeit sind essenziell, da viele chemische Prozesse präzise durchgeführt werden müssen, damit sie gelingen. Die meisten Messungen und Auswertungen erfolgen inzwischen digital, und du wirst häufig am Computer arbeiten. Da Forschung immer internationaler wird, solltest du über gute Englischkenntnisse verfügen.

Wo man Chemie studieren kann

Chemie kann an zahlreichen Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW, früher Fachhochschulen genannt) studiert werden. Dabei ist das Studium an den HAW praxisorientierter als an Universitäten. Manche Unis oder HAW bieten spezialisierte Studiengänge wie Wirtschaftschemie oder Chemieingenieurwesen an. Auf den Websites der Hochschulen findest du detaillierte Informationen zu Studieninhalten, Zulassungsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren.

Warum sich das Studium lohnt

Ein Chemiestudium eröffnet vielfältige Karrierewege in der Forschung, Industrie, im Umweltbereich oder in der Lehre. Chemikerinnen und Chemiker sind in der Entwicklung neuer Medikamente, in der Umwelttechnik oder in der Materialforschung gefragt. Die erworbenen Fähigkeiten in analytischem Denken und Problemlösungskompetenz sind in vielen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft von Wert. Zudem trägt die Chemie maßgeblich zur Lösung globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel oder der Energieversorgung bei.

Was du wissen solltest

Chemie ist eine anspruchsvolle, aber auch sehr vielseitige Disziplin. Das Studium erfordert Engagement, Ausdauer und die Bereitschaft, sich ständig neues Wissen anzueignen. Die meisten Studierenden an einer Universität schließen nach dem Bachelor- und dem Master-Abschluss noch eine Promotion an, die etwa drei bis vier Jahre dauert. Meistens haben Doktorandinnen und Doktoranden an der Uni, an der sie für ihre Doktorarbeit forschen, eine Teilzeitstelle, in der sie z.B. Praktika betreuen.

Ausführliche Informationen zum Chemiestudium, Studienorten und Fachrichtungen

findest du hier: https://www.chemie-studieren.de/

Role Model 1: Lena Viergutz, Chemikerin

Role Model 2: Dr. Maximilian Hemgesberg, Chemiker

Informationen zum Studium

Ein Studium der Mathematik oder Naturwissenschaften ist in der Regel zweistufig strukturiert: Im Bachelor of Science (B.Sc.), der meist 6 Semester dauert, legst du die breiten Grundlagen in Deinem Wunschfach. Mit diesem Abschluss kannst du bereits in verschiedene Berufe einsteigen. Im Master of Science (M.Sc.), mit einer Dauer von meist 4 Semestern, vertiefst und spezialisierst du dein Wissen – zum Beispiel, um in Wissenschaft und Forschung arbeiten oder besonders anspruchsvolle Positionen in der Wirtschaft übernehmen zu können. Beide Abschlüsse umfassen eine Thesis: die Bachelor- bzw. Masterarbeit, in der du ein mathematisches oder naturwissenschaftliches Problem selbstständig bearbeitest. Zusätzlich hast du die Möglichkeit, Auslandssemester zu absolvieren, um internationale Erfahrungen zu sammeln. Sehr häufig promovieren Studierende der Naturwissenschaften um mit einem Doktor in den Beruf einzusteigen.

Weitere Fächer

Biologie

Vom Molekül bis zum Ökosystem.

Geowissenschaften

Die Erde lesen lernen.

Mathematik

Die Sprache aller Naturwissenschaften.

Physik

Verstehe, was die Welt im Innersten zusammenhält.