Rose Asuka Baroness von Stackelberg
Rose von Stackelberg studiert Physik und arbeitet nebenher als wissenschaftliche Hilfskraft.

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Was studierst Du?
Physik im 5. Bachelor-Semester
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Was reizt dich an Physik?
Dass man im Alltag so vielen kleinen physikalischen Phänomenen begegnet; und mit jedem weiteren Tag, an dem ich Physikerin bin, kann ich mehr von ihnen erklären. Es ist eine ganz neue Welt, die sich einem eröffnet – so wie damals als man lesen gelernt hat.
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Was ist an Deinem Studium am interessantesten?
Alles, was mit Interferenz zu tun hat – die ist so unscheinbar und sie begegnet einem trotzdem überall! Im dritten Semester hatten wir eine Aufgabe zur Interferenz von Lautsprechern bei einem Konzert. Seitdem kann ich in keinen Club mehr gehen, ohne an Interferenz zu denken.
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Was war für Dich die größte Herausforderung?
Die Exphys1-Vorlesung fand ich persönlich wenig spaßig, und die Prüfung war auch nicht so toll…
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Wie sah Dein „Berufseinstieg“aus?
„Berufseinstieg“ trifft es nicht ganz, ich studiere ja noch und arbeite nebenher als wissenschaftliche Hilfskraft. Dafür habe ich im dritten Semester einfach einen Prof angesprochen, dessen Vorlesung mir gut gefallen hat. Zuerst habe ich ganz viele Einführungen in die verschiedenen Programme und Erklärungen zu Simulationen bekommen. Jetzt helfe ich bei Projekten unserer Arbeitsgruppe. Eine erste Veröffentlichung mit meinem Namen wurde schon bei einer Fachzeitschrift eingereicht!
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Welche Aufgaben hast Du als wissenschaftliche Hilfskraft?
Ich kümmere mich vor allem um die Durchführung numerischer Simulationen. Bei der Auswertung bekomme ich noch ganz viel Hilfe, kann aber jederzeit eigene Ideen und Beobachtungen mit einbringen – und das tue ich auch.
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Was begeistert Dich an Deiner Arbeit?
Ich finde Forschung ein sehr besonderes Gefühl. Man schlägt irgendwelche Ideen vor und kann gar nicht nach „richtig“ oder „falsch“ oder „16 von 45 Punkte“ bewertet werden. Es ist vielleicht ein weiterer Schritt zu mehr Erkenntnis. Bestimmt ist es das! Wir finden es gemeinsam raus!
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Wie sehen Karrieremöglichkeiten in der Physik aus?
Ich habe keine Ahnung, aber bestimmt super. Darüber denke ich noch nicht nach.
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Noch ein Tipp für jemanden, der Physik studieren will?
Entgegen aller Vorurteile muss man absolut kein Nerd sein! Viel wichtiger ist es, Interesse daran zu haben, wie die Welt funktioniert, und eine gute Portion Mathematikkenntnis. Die physikalische Intuition kommt mit der Zeit ganz von selbst. Vor allem: Hinter jeder noch so simplen Frage steckt eine kleine Entdeckung, also hör nie auf, alles zu hinterfragen, was du nicht verstehst!





